Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Grävenwiesbach

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Start Grävenwiesbach Verein Jahresbericht des Wehrführers 2011

Jahresbericht des Wehrführers 2011

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Jahresbericht des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Grävenwiesbach 2011

 

 
 

Einsatzabteilung

 


Zum 31.12.2011 sind in der Einsatzabteilung sind 39 Kameraden und 1 Kameradinnen aktiv (+-0).

Neu in die Eisatzabteilung aufgenommen wurde Kamerad Alexander Lehr, Jonas Lindner und Tobias Stöckmann.

Tanja Erdmann, Alexander Roll und Daniel Wienczeck verliessen die Einsatzabteilung.

 

Tageseinsatzkräfte

Wir können aktuell auf die Unterstützung von 8 (-2) externen Kräften zur Sicherung der Tageseinsatzstärke zählen.

Im Einzelnen sind dies:

Lisa Brodkorb, Jürgen Kramer, Christian Lewalter, Michael Moses, Thomas Reiter, Sebastian Stöckmann, Matthias Vollberg und Rene Wolf.

Einsätze 2011

 In 2011 wurde die Feuerwehr Grävenwiesbach zu insgesamt 110 (+48) Einsätzen gerufen. Diese teilen sich in 12 (+-0) Brandeinsätze, 92 (+50) Hilfeleistungseinsätze und 6 Fehlalarme auf.

Die Brandeinsätze unterteilen sich in

3 Kleinbrand A (+3)

3 Kleinbrand B (-2)

6 Brandmeldeanlage (+1)

Die Hilfeleistungseinsätze teilen sich wie folgt auf:


1 Gefahrguteinsatz (+-0)

3 Ölspur (-1)

27 Insekten (+23)

1 Türöffnen (+/-0)

2 Unterstützung Rettungsdienst (+-0)

50 Unwettereinsatz (+40)

6 Verkehrsunfall (+3)

6 sonstige Hilfeleistungen (-5)

4 sonstiger Wassereinsatz (+-0)

Klassische Fehlalarme gab es ausser den o.g. BMA Einsätzen keine.

Insgesamt 9 Verletzten (-4) konnten wir helfen und sie dem Rettungsdienst übergeben. Eine Person (+-0) verstarb an der Einsatzstelle.

 

Auffällig im vergangen Jahr war die hohe Anzahl von Einsätzen zur technischen Hilfeleistung. Hierbei ist ein Grossteil (50) den extremen Wetterlagen des vergangenen Jahres geschuldet. Bereits in 2010 hatten wir schon eine erhöhte Anzahl von wetterbedingten Einsätzen. 2011 wurde diese nochmal übertroffen. Allein beim Unwetter am 24.08.2011 wurden ca. 40 Einsätze abgearbeitet, was gut der Hälfte der Einsätze eines „normalen“ Jahres entspricht. Hierbei ist ein Trend zu mehr Unwettereinsätzen deutlich zu erkennen.

Ebenfalls gilt es die Verkehrsunfälle zu erwähnen zu denen die Feuerwehr Grävenwiesbach gerufen wurde. Hierbei lag letztes Jahr der Einsatzschwerpunkt klar bei Unfällen mit Grossfahrzeugen (Lkw, Bus, Traktor, etc.). Beim tragischsten Unfall am 04.03.2011 am Utenhof wurde eine Person getötet, die in ihrem Pkw von einem Traktor überrollt wurde.

Ebenfalls am Utenhof wurde am 27.10.2011 eine Person nach Kollision mit einem Lkw im Pkw eingeklemmt und schwer verletzt.

 

Übungen

Im vergangenen Jahr wurden von allen 3 Gruppen insgesamt 33 Übungen plus 6 Gesamtübungen, sowie 1 Aktivenversammlung abgehalten.

Ausserdem fanden 13 Übungen des KatS statt.


Atemschutzwerkstatt

Im Bereich Atemschutz wurden  im Jahr 2011 durch die Atemschutzgerätewarte der Grossgemeinde insgesamt 206 (-27) Pressluftatmer und 180 (+-0) Masken gewartet.

Schlauchpflege

Die Schlauchpflegeanlage wurde 53 Stunden benutzt wobei 391 Schläuche gewaschen und geprüft wurden.

Lehrgänge und Seminare

In 2011 wurden folgende Lehrgänge und Seminare von Kameraden besucht:

Joans Lindner                         Grundlehrgang

Bernd Klieber                        Atemschutz

Mohahmmed Meghawry        Atemschutz

Tobias Stöckmann                  TH-VU

Steffen Pauly                         Gruppenführer

 

Marius Hermann                    Seminar für Maschinisten –Fahrerschulung-

Achim Pauls                           Seminar für Maschinisten –Fahrerschulung-

Achim Pauls                           Seminar Planübung

Markus Ullrich                       Seminar Konflikte und Stressbewältigung Baustein A

Markus Ullrich                       Seminar Fortbildung Leiter einer Feuerwehr

Markus Ullrich                       Seminar Waldbrandbekämpfung


Katastrophenschutz

Im Jahr 2011 endete die allgemeine Wehrpflicht, sodass der Feuerwehr Grävenwiesbach kein Freigestellter mehr zur Verfügung steht.

Die vorgeschriebenen Katastrophenschutzübungen wurden zusammen mit den Ortsteilen absolviert. Hierbei sind wir „neue Wege“ gegangen um die gesetzlich geforderte Einsatzbereitschaft des KatS-Zuges gewährleisten zu können. Dies hat sich für die Zusammenarbeit mit den Ortsteilen als äusserst vorteilhaft erwiesen und wird 2012 weiter ausgebaut. Nicht ohne Stolz darf ich sagen, dass wir in der Grossgemeinde hiermit eine Vorreiterstellung im Hochtaunuskreis einnehmen, was den Einheitsführern auch von der unteren KatS-Behörde kürzlich bestätigt wurde.


Stromerzeuger

Anfang 2011 wurde der grosse Stromerzeuger mit einer Leistung von 85 kVA ausgeliefert. Dieser konnte mit finanzieller Unterstützung der Taunusbahn (VHT) beschafft werden und sichert fortan die unabhängige Stromversorgung z.B. des Gerätehauses bei länger anhaltenden Stromausfällen. Nach Indiesntstellung im Spätsommer war dieses Gerät bereits 2 mal im Einsatz: einmal als ein Bagger bei Erdarbeiten das Kabel zur Versorgung des Gerätehauses gekappt hat und einmal auf der Usinger Kerb, als dort ein Hauptverteiler durchgeschmort war.

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt wie wichtig unabhängige Infrastruktur für die Feuerwehren ist und wir sind mit der Beschaffung des Stromerzeugers einen grossen Schritt weiter gekommen diese zu gewährleisten.


GW-L

Ebenfalls in 2011 wurde der neue Gerätewagen Logistik (GW-L) beschafft und im Dezember ausgeliefert. Dieser dient mit der Standardbeladung der Sicherstellung der Löschwasserversorgung im Gemeindegebiet, wobei das Konzept hier vorsieht, dass mit Unterstützung der FW Naunstadt bis zu 2000 m Schlauchleitung zur Wasserförderung gelegt werden kann.

Aber auch zu anderen Einsätzen kann dieses Fahrzeug flexibel eingesetzt werden und erweitert die Schlagkraft der FW Grävenwiesbach gewaltig.
 

Kritik

In den zurückliegenden 5 Jahren meiner Tätigkeit als Wehrführer musste ich feststellen wie sich der Schwerpunkt meiner Arbeit vom Feuerwehrgerätehaus immer mehr an meinen Schreibtisch zu Hause verlagert hat. Ich bin vom Wehrführer zum Wehrverwalter geworden. Immer neue Gesetze, Erlasse und Vorschriften machen es teilweise schwer überhaupt noch an das Kerngeschäft der Feuerwehr zu denken. Leider zieht sich diese Bürokratisierung durch alle Ebenen und ich muss feststellen, dass hier die Grenze der ehrenamtlichen Leistbarkeit und Motivation erreicht ist.

Wir haben einen Punkt erreicht wo wir den Leitspruch der Feuerwehren erweitern müssen:

Verwalten – Retten –Löschen – Bergen - Schützen


Feuerwehrprämie

Das Land Hessen hat im Mitte 2011 per Erlass die sog. Feuerwehrprämie eingeführt um hiermit eine finanzielle Anerkennung für geleistete Dienstjahre zu schaffen.

Ein grundsätzlich sehr begrüssenswerter Ansatz.

Leider war auch hier die Bürokratie ein grosses Hinderniss, da der Erlass anfangs so unklar war, dass erst nach schriftlichen Einwänden hier Klarheit durch das Land geschaffen wurde. Diese „Klarheit“ bestand dann in etwa seit Ende Oktober und besagte, dass mit einer Frist von 3 Monaten zum Verleihungsdatum beantragt sein müsse. Dies wiederum bedeutet für uns, dass ich heute mit leeren Händen hier stehe, da die Frist bis zu unserer heutigen Jahreshauptversammlung nicht gehalten werden konnte. Ein verwaltungstechnisches „Glanzstück“!

Zum Glück haben wir dieses Jahr noch eine gemeinsame Jahreshauptversammlung aller Ortsteilwehren, an der ich die Prämie dann auszahlen kann.

Ausblick 2012

Mit der Indieststellung des GW-L in den kommenden Wochen ist die Reihe der Fahrzeugbeschaffungen erst mal abgeschlossen. Das neue Einsatzkonzept muss nun geübt und in die Praxis umgesetzt werden.

Im Bereich der Ausbildung ist ein weiteres Hohlstrahlrohr-Seminar geplant. Ebenso wird es für die Atemschutzgeräteträger wieder einen Durchgang durch den Flashover-Container geben, der vom Land Hessen zur Verfügung gestellt wird.


(Achtung, Satz aus dem letzten Jahr, lediglich Jahreszahl geändert) Weiterhin ist nach derzeitigen Planungen die Einführung des Digitalfunks im Hochtaunuskreis für 2012 geplant.


Dankesworte

Zum Abschluss möchte ich allen Kameradinnen und Kameraden, recht herzlich danken, für ihr Engagement in der Feuerwehr. Hierbei seien auch unsere externen Kräfte zur Unterstützung der Tageseinsatzstärke erwähnt, die wesentlich zur Schlagkraft unsrer Wehr beitragen.

Ein besonderer Dank geht auch an die Lebenspartner und Arbeitgeber, die es letztlich erst ermöglichen ein Ehrenamt bei der Feuerwehr wahrzunehmen.

  

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

 

Achim Pauls, Wehrführer

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Januar 2012 um 18:13 Uhr