Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Grävenwiesbach

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Feuerwehr übt den Ernstfall

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Gasexplosion mit vielen Verletzten

Den Ernstfall einer Katastrophe übten die Grävenwiesbacher Feuerwehrleute zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst.

Von Monika Schwarz-Cromm

Täuschend echt wirkte die Rettung eines VerletztenTäuschend echt wirkte die Rettung eines "Verletzten". Foto: Schwarz-Cromm Grävenwiesbach. Eine Explosion mit Verletzten zeigte das Szenario im und um das frühere Verwaltungsgebäude der Saarwerke. Ein Areal, das heute der Rhein-Main-Deponie (RMD) gehört. Für die Freiwillige Feuerwehr ein ideales Übungsfeld für den Ernstfall.

Doch das alte verfallene Gemäuer bildete nicht nur die authentische Kulisse für eine solche fiktive Katastrophe. Die extra dafür engagierte Mimengruppe spielte die Panik der an dem Unglück beteiligten Personen so echt, dass den Zuschauern kalte Schauer über den Rücken liefen und sich nicht nur die Feuerwehrleute komplett in das Geschehen einbezogen fühlten. Wehrführer Achim Pauls hatte sich das gesamte Geschehen für die Großübung ausgedacht: Ein Mann arbeitet im Keller seines Hauses an der defekten Heizung und provoziert dabei eine rießige Gasexplosion mit fatalen Folgen. Und wie bei einem richtigen Unfall fuhren nicht nur die Brandschützer mit vier Atemschutzgeräteträgern und insgesamt 22 Feuerwehrleuten vor, sondern zusätzlich auch noch ein Trupp des Malteser Hilfsdienstes unter der Leitung von Übungsleiter Andreas Ortel. Bei der Feuerwehr übernahm Michael Ullrich die Einsatzleitung.


Und so viele Helfer waren auch nötig. Denn die imaginär Verletzten, die täuschend echt geschminkt worden waren und blutverschmiert in Panik umherliefen, verhielten sich genauso, als sei tatsächlich ein Unglück geschehen. "Der Vati ist noch drin, wir müssen den Vati rausholen", strüzten drei von ihnen laut schreiend auf die Hilfskräfte zu, wurden handgreiflich, wehrten sich gegen die Hilfe und ließen sich nur sehr schwer beruhigen.  

 

Realistische Szene 

Die ins Haus vorgedrungenen Atemschutzgeräteträger merkten schnell, dass ein Weiterkommen nur sehr schwierig möglich war. Nicht nur der Rauch, in diesem Fall der aus der Rauchmaschine, erschwerte ihnen die Arbeit. Es mussten auch jede Menge Holzteile beseitigt werden. "Wir wollten alles so realistisch wie möglich machen", erklärte Achim Pauls dazu. Er hatte das Gebäude präpariert.

Das Holz dazu hatte die RMD geliefert. Geschäftsführer Markus Tpfer beobachtete das Geschehen aus sicherer Entfernung, genau wie Gemeindebrandinspektor Markus Ullrich, der die gesamte Übung allerdings mit dem Auge des Feuerwehr-Profis begutachtete. Bis alle acht verletzten Personen in dem Überwucherten Gelnde rings um das verfallene Haus gefunden waren, verging einige Zeit. Zu gut waren die Personen versteckt worden.

Einem von ihnen war sogar ein Ast quer durchs Bein "angeschminkt" worden.

So realistisch alles anzusehen war, eines fehlte, das Wasser. Denn wegen der Trockenheit hatte der Wassermeister der Gemeinde entschieden, den Wasserhahn geschlossen zu halten.

Aber auch als Trockenübung wirkte das Geschehen gespenstisch und brachte einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst, die gar nicht oft genug gebt werden könne, wie die Beteiligten am Ende feststellten.

Quelle: Taunus Zeitung
weitere Bilder: einsatzfotos.tv

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 30. August 2011 um 20:19 Uhr